Dietger
Wissounig
Architekten

on off

Neubau Verwaltungsgebäude, Aschach an der Donau

Der direkt am Ufer der Donau gelegene Bauplatz stellt durch seine spezifische Lage einen besonders reizvollen Ort zur Planung des neuen Verwaltungsgebäudes der Via Donau dar, wo ein energetisch wie ökologisch hochwertiges Gebäude entstehen soll. Der Entwurf sieht eine Positionierung des zweigeschossigen, langgestreckten Baukörpers am nördlichen Ende des Planungsperimeters unter Fortführung der Längsachse der Schopper Halle vor. Das historische Ensemble wird in Reaktion auf die Maßstäblichkeit des Ortes durch einen einfachen und gleichzeitig selbstbewussten Eingriff ergänzt.
Der aufgeständerte Baukörper erscheint aus der Ferne wie die leicht über dem Boden schwebende Abstraktion der historischen Produktionshalle samt Satteldach. Aus der Entfernung betrachtet, tritt der Bau als ausdrucksstarker Körper in Erscheinung und repräsentiert damit eindrucksvoll den neuen Standort der Via Donau. Je mehr man sich dem Gebäude unter veränderndem Blickwinkel nähert, um so stärker löst sich die vermeintlich homogene Hülle in ein feines Gerippe aus vertikalen Lamellen auf. Ähnlich der Anordnung von Spanten im Bootsbau, reihen sich haushohe Rahmen seriell aneinander. Ganz im Gegensatz zur ausdrucksstarken Fernwirkung von Außen, ist von Innen durch eine hohe Transparenz in Querrrichtung zur Donau hin eine schöne Aussicht gewährleistet.
Das Tragwerk des Gebäudes ist reduziert auf eine sparsame und sehr wirtschaftliche Art des Bauens. Das konstruktive Prinzip besteht aus der seriellen Reihung von Stahlrahmen kombiniert mit aussteifenden Wandscheiben an den Stirnseiten und stützenden Elementen. An den beiden langen Fassadenseiten wird das statische System durch umlaufende vertikale Holzlamellen bzw. Holzrahmen nach außen abgebildet. Die horizontalen Fensterbänder treten in den Hintergrund. Das Konzept zur Außenraumgestaltung sieht eine qualitative Aufwertung aller bestehenden Freiflächen durch das Angebot von Sitzgelegenheiten und farbenfroher, schattenspendender Bepflanzung vor. Damit sollen anregende Bereiche der Kommunikation und des Austausches im Freien erzeugt werden.

Geladener Wettbewerb, 2. Rang
2016

 

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