Dietger
Wissounig
Architekten

on off

Wettbewerb Um-/Neubau Neue Mittelschule Fügen

Die bestehende funktionale Gliederung der Schule in drei Bereiche wird, gefasst als ein Baukörper, als ein großzügiges Gebäudeensemble konzipiert und nur durch die Errichtung in einzelnen Bauabschnitten wahrnehmbar.

Das Gebäude schmiegt sich selbstverständlich in das Gelände. Der Neubau wird als viergeschossiger Baukörper mit eingeschnittenen Höfen organisiert, die die Verzahnung des Gebäudes mit dem Grünraum unterstreichen. Im Süden und Westen verschwinden die unteren Geschosse im Terrain, sodass der Baukörper angelehnt an die kleingliedrige Bebauung in diesem Bereich des Planungsgebiets dreigeschossig bleibt. In die Landschaft gelegte Terrassen und Sitzstufen überwinden die bestehende Topografie und bilden die Haupterschließung der Schule. Von Süden wird der Schulkomplex über eine Rampe barrierefrei erschlossen.

Der Entwurf entwickelt eine Gebäudetypologie für aktuelle pädagogische Konzepte mit großzügigen eingeschnittenen Spiel- und Pausenhöfen, die den pädagogisch wertvollen Bezug zwischen Innen- und Außenräumen und damit das Verständnis für die Struktur der Schule selbst forcieren. Sie sind als Landschaftsausschnitte angelegt, mit einem dicht bepflanzten Miniaturhügel in der Mitte, der differenzierte Lern- und Aufenthaltszonen für die Nutzer bereitstellt. Zusätzlich übernehmen die Atrien die Aufgabe als Akkumulatoren von Achtsamkeit die umliegenden Räume atmosphärisch zu beruhigen. Die Bepflanzungen folgen bestimmten naturräumlichen Themen und geben den Clustern eigene Identitäten. Der erlebbare Außenraum und das Abbilden der Jahreszeiten im Gebäude werden zu einem pädagogisch wertvollen Beitrag im Gesamtkonzept. Neu gepflanzte Bäume und Grünanlagen sind so situiert, dass sie gut von den Lernlandschaften einsichtig sind und zu einer positiven Stimmung in den Innenräumen beitragen.

EU-weit offener, einstufiger Realisierungswettbewerb
1. Preis

2019
Gemeindeverband Neue Mittelschule Fügen

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