Der Entwurf präsentiert sich in seiner Grundform als länglicher Quader, der parallel zur Neusiedler Straße ausgerichtet ist. Der viergeschossige Baukörper mit zurückgesetztem Staffelgeschoss fügt sich harmonisch in seine Umgebung ein und gliedert das Grundstück in drei klar definierte Bereiche: Ankommen (Vorplatz und Parken), Klinik sowie Entspannung (Park und Therapiegarten).
Zwei großzügig dimensionierte Atrien strukturieren das Gebäude und schaffen eine übersichtliche, intuitive Orientierung. Im Mittelpunkt stehen eine hohe natürliche Belichtungsqualität, freie Ausblicke in die Landschaft und eine effiziente Wegeführung. Galerien und weitere kleine Atrien durchfluten die öffentlichen Bereiche zusätzlich mit Tageslicht und ermöglichen geschossübergreifende Blickbeziehungen, die zur räumlichen Offenheit und Orientierung beitragen.
Das zweite Obergeschoss ist als zurückgesetztes Staffelgeschoss ausgebildet, wodurch der Baukörper kleinteiliger und weniger massiv erscheint. Gemeinsam mit der hellen, natürlichen Holzfassade entsteht ein homogenes und zurückhaltendes Erscheinungsbild, das sich sensibel in die umgebende Landschaft einfügt.
Der Freiraum ist als durchgehender grüner Landschaftsstreifen konzipiert, der sich von Norden nach Süden erstreckt und sich nahtlos in die umgebende Landschaft mit ihren Weingärten einfügt. Eine vielfältige und üppige Bepflanzung trägt zur Verbesserung des Mikroklimas auf dem gesamten Areal bei und schützt durch gezielte „Coolspots“ vor sommerlicher Überhitzung.
Am Vorplatz sorgen gezielt gesetzte Baumreihen für Schatten auf den Stellplätzen, fungieren als grüne Pufferzone zur Straße und schaffen gemeinsam mit Sitzinseln eine beruhigte Zone für das Ankommen und Verweilen. Die bepflanzten Innenhöfe führen den Grünraum ins Gebäudeinnere weiter, verbessern das Raumklima und bieten angenehme Aufenthaltsbereiche – unter anderem mit Terrasse für das Café.
Im Süden der Klinik erstreckt sich ein weitläufiger Park mit dichter Baumbepflanzung in Richtung Neusiedler See. Dem Gebäude vorgelagert befinden sich hier eine Terrasse als Erweiterung des Speisesaals, Grünflächen mit Spielbereich für den Betriebskindergarten, der Therapiegarten, sowie mehrere Lichtungen, die über Pfade und Spazierwege miteinander verbunden sind.
Ein Kernthema des Entwurfes ist unter anderem die hohe Tageslichtqualität und die Blickbeziehungen nach außen. Freundliche Aufenthaltsbereiche, lichtdurchflutete Räume, Bezug zum Außenraum sind die fundamentalen Bausteine der „Healing Architecture“ und steigern nicht nur die Zufrieden und Wohlbefinden der NutzerInnen, sondern verkürzen nachweislich auch die benötigte Aufenthaltsdauer der PatientInnen.
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